Matcha-Grünteepulver: Wie wird es hergestellt?
Matcha-Tee ist in Japan eine Institution. Im Westen lernen wir ihn gerade erst kennen und verwenden. Köche schätzen seine grüne Farbe, um ihren kulinarischen Zubereitungen Pepp zu verleihen, und die breite Öffentlichkeit schätzt seinen lebhaften, ans Meer erinnernden Geschmack. Ein Blick auf dieses hochwertige Produkt mit seinen vielfältigen Tugenden ... das aber schwer zugänglich ist, da es eine vorbereitende Gaumenschulung erfordert, um seine Feinheiten zu schätzen.
Was ist Matcha-Tee und woher kommt er?
Matcha ist ein feines Grünteepulver. Es ist ein exzellentes Produkt, das traditionell für die japanische Teezeremonie verwendet wird. Seit über 800 Jahren wird dieser raffinierte Tee von den Japanern verwendet, die ihn jahrhundertelang heilig hielten. Seine Ursprünge sollen jedoch noch weiter zurückreichen: bis ins 1. Jahrhundert in China.
Es wird erzählt, dass Matcha früher dem Kaiser und dem japanischen Adel vorbehalten war. Die Samurai tranken ihn vor ihren Kämpfen und die buddhistischen Mönche vor ihren Meditationen, um während ihrer langen Phasen der Einkehr wach zu bleiben.
Die Herstellungsmethode von Matcha
Der Tee, der zur Herstellung von Matcha verwendet wird, ist ein sorgfältig in Japan angebauter Tee.
Er stammt von einer Kamelienart. Einige Wochen vor der Ernte werden die Teeblätter durch ein Schleier vor der Sonne geschützt. Dies ermöglicht ein langsames Wachstum, das die Konzentration von Aminosäuren entwickelt: Diese mildern den Geschmack des Tees.
Die so erhaltenen dunklen Blätter werden „Tencha“ genannt: Sie werden im Frühling von Hand gepflückt. Anschließend werden sie direkt nach der Ernte gedämpft und dann sanft getrocknet, bevor sie sortiert werden. Zweige, Stiele und Blattadern werden entfernt, um nur das Beste zu behalten.
Der Tencha wird zu einem sehr feinen hellgrünen Pulver zermahlen, traditionell zwischen zwei Granitmühlen, heutzutage mit Hilfe von verfeinerten Werkzeugmaschinen, die ein sehr feines, leichtes und flüchtiges Pulver erzeugen, das mit Vorsicht behandelt werden muss.
Diese Zubereitung ist sehr heikel, sei es in ihrer Herstellung, Lagerung oder Verkostung: Sie erfordert großes Können. Das erklärt seinen Preis, denn Matcha ist viel teurer als klassischer grüner Tee.
Die Vorteile von Matcha

Matcha ist ein natürlicher Verbündeter gegen Hautalterung, entzündliche und degenerative Krankheiten, Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Infektionen. Ihm werden auch interessante krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben und sogar Qualitäten, um Ruhe und Konzentration zu fördern.
Wie konsumiert man Matcha-Tee?
Es gibt eine besondere Technik, die während der Teezeremonie angewendet wird. Man gießt einige Gramm Matcha in eine Schale, fügt dann kochendes Wasser hinzu und schlägt es anschließend mit einem "Chasen" auf. Das ergibt ein grünes Getränk mit starkem Geschmack: eine Mischung aus Gras, Haselnuss, mit Bitterkeit. Nicht jeder mag es! Die Textur ist jedoch sehr angenehm: Ein gut zubereiteter und gut aufgeschlagener Matcha ist ein sehr delikates schaumiges Getränk, das selbst ein Neuling in kleinen Dosen genießen kann.
Man kann die Zubereitung angenehmer gestalten, indem man Zucker hinzufügt und Wasser durch Milch ersetzt, was sich jedoch vom ursprünglichen Rezept entfernt. Es ist ein trendiges Produkt, das man oft in Coffee Shops findet, die von einer jüngeren Bevölkerung frequentiert werden, die nach neuen Geschmacksrichtungen dürstet.
Meistens trinkt man Matcha-Grüntee in einer Schale, aber es ist durchaus möglich und vorzuziehen, wenn man Gäste hat, ihn in einem japanischen teeset zu servieren, um der Tradition Ehre zu erweisen.
In der Küche wird Matcha als Lebensmittelfarbe verwendet, kann aber auch zum Aromatisieren von Speisen dienen: Eis, Gebäck, Mochi usw.
Es ist zu beachten, dass Matcha aufgrund seiner sehr hohen Konzentration an Vitamin A, C und E in Maßen konsumiert werden sollte.
Matcha ist ein delikater und duftender Grüntee-Pulver: Er wird uns immer wieder überraschen!